Vollständige chirurgische Entfernung des Bändchens, entweder des Zungenbändchens oder des Lippenbändchens.
Frenulum linguae ist die lateinische Bezeichnung für das Zungenbändchen, eine Schleimhautfalte, die den Mundboden mit der Zunge verbindet.
Ist das Bändchen angeboren verkürzt oder verdickt, kann die Beweglichkeit der Zunge deutlich eingeschränkt sein, es kann aber auch das Gewebe um die Zähne (Parodont) schädigen. In diesem Fall wird eine Frenulektomie durchgeführt, ein Eingriff, bei dem das Bändchen samt seinem Ansatz am Mundboden vollständig entfernt wird. Der Eingriff wird bei Kindern durchgeführt.
Die Frenulektomie wird entweder unter Betäubung klassisch chirurgisch durchgeführt, also durch Ausschneiden mit anschließender Naht, was mit Blutergüssen und Schwellungen einhergeht, oder neuerdings mit dem Laser.
Die Laserbehandlung verkürzt die Dauer des Eingriffs deutlich, und zwar auf einige Dutzend Sekunden. Die Schmerzen beim Eingriff werden deutlich verringert, eine örtliche Betäubung reicht aus. Zudem verkürzt sich die Heilungszeit erheblich, da keine Naht nötig ist. Nach Abklingen der Betäubung kann das Kind leichte Schmerzen oder Druck an der behandelten Stelle spüren, es kann auch eine leichte Schwellung oder leicht erhöhte Temperatur auftreten, alles klingt innerhalb von 1–2 Tagen ab.
