Ein mikrochirurgischer zahnerhaltender Eingriff zur Entfernung einer Zyste bzw. eines Entzündungsherds im Bereich der Zahnwurzel zusammen mit einem Teil der Wurzel.
Die Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Entzündungsherd im Bereich der Zahnwurzel zusammen mit dem Teil der Wurzelspitze entfernt wird, der in den Herd hineinreicht. Vor der eigentlichen Resektion wird der Wurzelkanal gereinigt und behandelt.
Wann der Eingriff durchgeführt wird
Bei Entzündungsprozessen an der Wurzelspitze, die sich nicht mehr auf andere Weise behandeln lassen, wenn eine Extraktion (Ziehen) des Zahns nicht notwendig ist.
Wie der Eingriff durchgeführt wird
Der Eingriff ist schmerzfrei, da er meist unter Lokalanästhesie durchgeführt wird. Die Schleimhaut wird bis zum Knochen eingeschnitten, unter dem sich die Wurzelspitze und der Entzündungsherd befinden. Der Arzt muss mit einem kleinen Bohrer oder Meißel zur Zahnwurzel vordringen und diese zusammen mit dem Herd entfernen. Alles wird sorgfältig versorgt und gereinigt. Danach wird die Wunde sorgfältig verschlossen, für 24 Stunden wird eine Drainage eingelegt. Die Fäden werden nach ca. 5–6 Tagen gezogen.
Bei richtiger Technik sind Komplikationen selten, Schmerzen und Schwellungen verschwinden in der Regel nach 3–4 Tagen.
